Schlamm

LUM_3287

Verzeichnis der behandelbaren Krankheitsbilder

Fangotherapie und Osteoarthrose

Die Anwendung des Thermalschlamms ist besonders wirksam bei der Linderung von Schmerzen und der Eindämmung von Entzündungen. Eine Fango-Balneotherapie senkt den Anteil zirkulierender Substanzen, die Schäden durch Entzündungen und Abnützung von Knorpeln beschleunigen und verschlimmern. Die Schlammbad-Therapie kann sich schützend auf die Gelenksknorpeln auswirken, da sie mögliche durch degenerative Gelenksleiden bedingte Schäden in Grenzen hält. Es wurde festgestellt, dass sich bestimmte Substanzen von Mikroorganismen, die im “reifen” Schlamm leben, positiv auf den Stoffwechsel der Chondrozyten beziehungsweise der Gelenksknorpelzelle auswirken.

FANGOTHERAPIE UND OSTEOPOROSE

Es ist wissenschaftlich bestätigt, dass die Fango-Balneotherapie die Wiederherstellung des Stoffwechsels im Knochengewebe und seine Remineralisierung durch lokale und allgemeine Mechanismen begünstigt. In Verbindung mit körperlicher Ertüchtigung ermöglicht die Fango-Balneotherapie durch Auslösen eines anabolischen Effekts die Erhaltung der Mineraldichte der Knochen. Mäßige körperliche Aktivität wird während des Aufenthaltes täglich in den Thermalbecken praktiziert. Unterstützt von den thermalen Anwendungen hilft sie das seelische und körperliche Wohlbefinden wiederzuerlangen und die eigene Lebensqualität zu verbessern. Die Fango-Balneotherapie ist nicht geeignet bei Herzinsuffizienz, koronaren Herzerkrankungen, bei zerebralen und schweren peripheren Gefäßerkrankungen, bei Nephropatie, eingeschränkter Nierenfunktion, in der Akutphase entzündlicher Krankheiten, bei Epilepsie, Schilddrüsenüberfunktion und bei bösartigen Tumoren. Darüber hinaus ist die Fangoanwendung bei Venenknoten in den äußeren Gliedmaßen zu vermeiden, insbesondere bei erschwerenden Komplikationen wie Phlebitis und bei Geschwüren, ebenso während der Schwangerschaft und in den ersten Tagen der Menstruation. Keine Kontraindikation für die Anwendung des Schlamms bestehen bei Gelenksprothesen aus Metall, ebensowenig bei verschraubten Platten im Zuge einer Osteosynthese.