Geschichte

dettaglio facciata

Gegen Ende der 1940er Jahr entstand in Abano Terme eine der ersten Thermalanlagen in dem Becken. Geometer Maggia Francesco, der aus Mailand stammte, wo er auch seinen Beruf als Baumeister ausübte, kam nach Abano, um Irma Bison, die Tochter eines bekannten Hoteliers, damals bereits Eigentümer des Hotels Venezia und des Hotels Aurora, zu ehelichen.

Das Grundstück, das er als Mitgift bekam, nutzte das Ehepaar Maggia, um aus eigener Kraft ein neues Hotel zu errichten. Aus dem ursprünglich kleinen Bau mit 36 Zimmern auf drei Etagen, wo maximal fünfzig Gäste untergebracht werden konnten, entstand das heutige Hotel.

Mit diesem Bau begann die Familie Maggia im Jahr 1950 ihr ganz persönliches Hotelabenteuer, wenngleich auch noch immer der richtige Name fehlte. Wie sich vielleicht viele noch erinnern werden, kam es in jenen Jahren zum tragischen Unglück des Fußballvereins Grande Torino. Auf dem Rückflug von Portugal zerschellte das Flugzeug auf dem Hügel von Superga und das magische Epos einer der größten Fußballmannschaften der damaligen Zeit nahm sein Ende. Nach diesem Ereignis entschloss sich Geometer Maggia, auch wenn er nicht unbedingt ein Fußballfan war, das im Aufbau befindliche Hotel nach der Fußballmannschaft zu benennen: so kam es zur Namensgebung Hotel Grand Torino.

Schon in den ersten Jahren wurde klar, dass es unbedingt erforderlich wäre, den vorhandenen Bau zu erweitern, um die stetig steigende Nachfrage nach Betten im Zuge des touristischen Aufschwungs in dem Gebiet zufrieden zu stellen. Und ein genialer Mann, wie Geometer Maggia, der die entsprechende Portion Risikobereitschaft besaß, musste wohl diese Herausforderung annehmen. Im Laufe der folgenden zwanzig Jahre wurde das Hotel mehrmals ausgebaut und verändert bis es sein heutiges Aussehen bekam. Zu Beginn wurde der ursprüngliche Bau um zwei Etagen aufgestockt, anschließend wurden die beiden Flügel im Osten und im Westen erbaut, wo erstmalig in Abano ganz oben ein Tennisplatz und ein Thermalbecken eingerichtet wurden, das fünfzig Jahre lang in einem perfekten Zustand war. Aber noch immer war zu wenig Platz vorhanden. Aus diesem Grund wurde ein weiterer Zubau errichtet, den wir heute als “Zwischentrakt“ bezeichnen, der neben den neuen Zimmern auch den Ausbau des Kurbereiches und eine neue Aufteilung der internen Bereiche vorsah. Gegen Ende der 1960 Jahre wurde dann der dritte und letzte Trakt errichtet, in dem die neuen Küchen, geräumigere Zimmer und ein weiteres Thermalbecken im sechsten Stock untergebracht wurden, wodurch es zu einer beachtlichen Ausdehnung der Terrasse (5000 m2) kam, die sich heute noch großer Beliebtheit erfreut. In jenen Jahren wurde auch der prachtvolle Speisesaal in einer einzigen Stahlkonstruktion errichtet, was wiederum den Weitblick von Geometer Maggia unter Beweis stellt, einzigartige und innovative Strukturen zu schaffen, die auch noch nach vielen Jahren die Gäste in Staunen versetzt.

Aber die unternehmerische Fähigkeit eines großen Mannes wäre wohl ohne die professionelle Hand in der Hotelführung seiner großartigen Frau unmöglich gewesen. Unsere treuesten Stammgäste erinnern sich heute noch an die elegante Signora Maggia, die in perfektem Deutsch ihre Gäste in jeder Situation zu unterhalten wusste. Diesen beiden einzigartigen Personen und der nachfolgenden Generation ist der Erfolg eines Hotels zu verdanken, das heute noch den modernen Erfordernissen gerecht wird und alle Grundsätze der Professionalität und der Hotelierskunst miteinander vereint.